Tja sowas geht schnell und das besonders in Zeiten der "Wirtschaftskrise". Darauf würd ich mich jetzt gern mal rausreden aber wenn ich ehrlich bin, war es ein mehr oder weniger kalkuliertes Risiko.
Wenn man seinen Privatkonkurs so geregelt hat wie ich, also mit halbjährlicher Quotenzahlung, spart man doch einiges Geld zusammen, welches man bis zum Zahltag natürlich selbst verwaltet.
Da wir im Winter unbedingt ein Auto anschaffen mussten, hab ich mir ein wenig davon ausgeborgt. Der Zahltag kam natürlich pünktlich und somit waren am 25. April 09 noch nicht alle Gläubiger versorgt.
Follow up:
Das Gesetzt schreibt vor, dass die Gläubiger in diesem Fall eine "Erinnerung" schreiben müssen und auch eine 14tägige Nachfrist setzen müssen. Erst wenn man dann nicht zahlt, können diese einen sofortigen Exikutionstitel über die gesamte Forderung erzwingen.
Aufmerksame Leser können sich noch an meinen Fall voriges Jahr erinnern!
Und so auch heute bekam ich ein Schreiben direkt vom Bezirksgericht. Man schwitzt ganz schön, bei einer Forderung, die sogar die halbjährliche Quote übersteigt. Und rein rechtlich, sofern nachgewiesen werden kann, dass der Schuldner gemahnt wurde, ist dieses Schreiben auch endgültig.
Trotzdem, an dieser Stelle nichts unversucht lassen. Ich hab den Anwalt, welcher den Gläubiger vertritt angerufen und hab dort versichert, nie eine Mahnung erhalten zu haben. (Hier auch ganz ehrlich, das war auch so!) Klar ich hab es darauf angelegt, aber spätestens, wenn ich die Mahnung bekommen hätte, hätte ich auch gezahlt. Mir ging es ja nur um die Verzögerung der Zahlung.
Letztlich haben wir uns geeinigt, dass sie den Titel zurückziehen, sofern ich die Quote sofort überweise und leider auch die Exikutionskosten in Höhe von 266,33 trage!
Ein teures und riskantes Spiel aber in Zeiten wie diesen manchmal einfach hilfreich und/oder notwendig.
In Erwartung eurer überflüssigen 100 Euro Noten
verbleibe ich mit lieben Grüssen
Raffael
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